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Fischadlerarrangemen 2012 Hotel Altes Gutshaus Federow

Partner des Müritz Nationalpark

360 Grad - virtuelle Tour durch das Gutshaus und die Umgebung

Federow 1921

historischer Blick über den Hofsee auf das Gutshaus Federow

Historische Ansicht des Gutshauses

Molkerei Brief Federow

altes Übernahmeprotokoll für Inventarverträge

Angler auf dem Hofsee

 

 

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Geschichte

Zur Geschichte unseres Hauses und seiner Umgebung
Im 13. Jahrhundert beauftragte der Landesherr sog. Lokatoren, die Bauernsöhne, die nicht den väterlichen Hof erbten, werben und neue Siedlungen organisieren sollten. Jeder Siedler bekam eine Hufe Land, d.h. so viel, dass eine Familie von den Erträgen leben konnte. Die Lokatoren bekamen für ihren Aufwand mehrere Hufen. Hier liegen die Wurzeln der Gutsbildung. Einzelne Hufen wurden oft verpfändet, verkauft oder anderswie veräußert. Zudem verkaufte und verpfändete der ständig geldbedürftige Landesherr Rechte, die er den Bauern gegenüber hatte, an die Loka-toren oder ihre Nachkommen.
Der Ort wird 1289 erstmals urkundlich erwähnt. 1292, als Fürst Nikolaus v. Werle der Stadt Waren den Warenschen Wohld schenkt, wird als Grenzfeldmark die „villa Vederowe“.genannt. Ein Knappe Klaus Federow wird 1330 erwähnt. Die Fürsten Klaus und Christoph v. Werle belehnen 1406 den Marschall Klaus Tamme mit Fe-derow. Was heißt belehnen? Tamme erhält das Land zur Nutzung, muss aber den Fürsten dafür Heerfolge mit Mann und Ross leisten. 1455 erhält Hennecke von Holstein auf Ankershagen die Anteile und das höchste Gericht von den Fürsten Heinrich v. Mecklenburg und Heinrich v. Stargard. Durch die oben erwähnten Entwicklungen tauchen auch in Federow zahlreiche Besitzer von Anteilen am Ort auf. 1463 werden der Domherr Johann Stendal und der Rostocker Bürger Behrend Wichmann erwähnt, die Land an Hennecke von Holstein veräußern. Klaus Tamme gibt 1471 die Hälfte seines Lehens als Brautschatz an Joachim von Kamptz, der 1513 den ganzen Tammeschen Besitz innehat. Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) lässt viele Bauernhufen wüst werden. Die eigentliche Gutsbildung setzt ein. Dietrich von Holstein verpfändet Bauernhufen an den von Wangelin auf Vielist. 1690 tauchen die von Oldenburg in Federow auf, nachdem sie die Anteile des Ritt-meisters Sibrandt v. Secheln erworben haben. Jürgen von Oldenburg kann auch die Holsteinschen und Kamptzschen Anteile kaufen und erhält 1701 den Lehnsbrief für den gesamten Grundbesitz von Federow, 400 Quadratkilometer See, Wald und Acker.
Der Kammerherr Georg Ludwig von Oertzen erwirbt 1767 das Gut Federow. Sein Nachfolger ist 1820 Amtmann Enoch Samuel Lembke. Heinrich Lemcke baut 1845 das heutige Herrenhaus. 1863 finden wir das Gut im Besitz von Landrat Friedrich Nikolaus Rudolf von Maltzahn, der mit dem Bau der Brennerei beginnt. Sein Sohn Hermann, Gründer des Museums in Waren/Müritz, vollendet die Brennerei. Er kauft Wiesen von der Stadt Waren, in denen er Torf stechen lässt, den er in Berlin verkaufen will. Dazu braucht er einen Kanal vom Janker- zum Rederangsee und zur Müritz. Über dessen Bau geht er in Konkurs. Nördlich des Herrenhauses kann man noch die ehemalige Brennerei sehen, in der man aus Korn und Kartoffeln Alkohol brannte. Die Rückstände, die Schlempe, war ein wichtiges Viehfutter im Winter.
1875 erwirbt der Berliner Bankier Fiebig das Gut, das schon 1878 zwangsversteigert wird. Es wird 1880 von dem Advokaten Heinrich Friedrich Krull erworben, ist aber schon 1885 im Besitz des Großherzoglic Innenministeriums, das hier eine Außenstelle des Landesarbeitshaus Güstrow einrichtet, die bis 1919 besteht. Danach war für kurze Zeit Hauptmann Hesselbach der Besitzer. 1926 erwirbt der Industrie- und Wirtschaftsmanager Dr. Ing. h.c. Kurt Hermann das Gut. Das Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert wird an der Südseite um eine Achse erweitert und ein Balkon an der Seite des Hofsees gebaut. Es dient als Sommersitz und Jagdquartier. 1936 baut Hermann das Jagdschloß in Speck.
Nach dem Zweiten Weltkrieg werden im Zuge der Bodenreform im September 1945 alle Gutsbesitzer entschädigungslos enteignet. In den Herrenhäusern werden Flüchtlinge und Vertriebene untergebracht, in Federow sind es Ostpreußen. Bis 1999 waren im Herrenhaus Federow Wohnungen. Auch ein „Konsum“, der die Be-völkerung mit Waren des täglichen Bedarfs versorgt, findet an der Südseite seinen Platz. Im Laufe der Jahre fordert der Mangel an Bauerhaltung seinen Tribut: Das Haus beginnt zu verfallen.
Mit der Einrichtung des Nationalparks Müritz bekommt das Herrenhaus Federow eine neue Chance. 1999 wird es verkauft, restauriert und von der Familie Julitz zum Hotel gestaltet.
Im Februar 2009 wird das Herrenhaus Federow neu verpachtet. Die neue Pächterin Simone Rattmann hat vorher elf Jahre lang das Gartenrestaurant „Gutshausgarten am Alten Gutshaus Klink bewirtschaftet. Nach acht Wochen Renovierung wird zu Ostern 2009 wieder eröffnet, im Mai folgt das Gartenrestaurant „Gutshausgarten“, von dessen Terrasse man die Fisch- und Seeadler über dem Hofsee kreisen sehen kann.

 

Aktualisiert ( Samstag, den 26. März 2011 um 06:19 Uhr )