360 Grad - virtuelle Tour durch das Gutshaus und die Umgebung

Federow 1921

historischer Blick über den Hofsee auf das Gutshaus Federow

Historische Ansicht des Gutshauses

Molkerei Brief Federow

altes Übernahmeprotokoll für Inventarverträge

Angler auf dem Hofsee

 

 

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Geschichte

Zur Geschichte unseres Hauses und des Landes


Vor mehr als 700 Jahren, am 09.04.1289, wurde dieser idyllische Ort „Villa Vederowe“ urkundlich erwähnt und im Jahre 1292 Grenzfeldmark genannt. Ein gewaltiges Jagdgebiet geht in Besitz.
Am 22. Mai 1331 erwarb die Diöcese Waren (Müritz) den Patronenbesitz verbrieft.
Der Knappe Klaus Federow wird 1330 erwähnt.
Das Adelsgeschlecht derer von Werle, Klaus und Christoph belehnen 1406 den Marschall Klaus Tamme mit dem Gut und dem Dorf  als Lehnsherren. Die Teilung des Lehns wird vollzogen.
Die Herzöge Heinrich von Mecklenburg und Heinrich von der Mark Federow, der wiederum  1463 weiteren Grundbesitz vom Domherren Johann Stendal (aus Güstrow) und dem Bürger Behrend Wichmann (aus Rostock) erwirbt.
Der Marschall Klaus Tamme vergibt 1471 die Hälfte seines Lebens als Brautschatz  an Joachim  von Kamptz, der dann 1513 den vollständigen Besitz erwirbt.
Eine Grundfläche von 300 bis 400 Quadratkilometern Wälder, Seen und Äcker wechseln den Besitzer in Folge. Dietrich von Holstein verpfändet  „Bauernhufen“ (Ackerflächenmaß) an den von Wangelin (Vielist). Auch derer von Oldenburgwerden 1690 Besitz ergreifen und Rittmeister Jürgen von Sechseln erwirbt mehrere Bauernhufen.
Jürgen von Oldenburg kauft am 16. März 1696 Grundbesitz von Johann Friedrich von Holstein (in Ankershagen) und unterzeichnet den Kaufvertrag  am 30. August 1696 von Oberstleutnant  Christian Ulrich von Kamptz und im Jahr 1697 bereits kauft Jürgen von Oldenburg den Grundbesitz vom Rittmeister von Stecheln hinzu.
Am 28. November 1701 erwirbt Jürgen von Oldenburg den Lehenbrief über den Grundbesitz ganz Federows und ist nunmehr Lehnsherr über ein Jagd,- Forst,- Seen- und Feldbaugebiet von 400 Quadratkilometern Grundfläche.
Georg Ludwig von Oertzen kauft im Jahr 1767 das Gut Federow und belehnt es 1820. Der Landgraf Friedrich Nikolaus Rudolf von Maltzahn erwirbt das Gut Federow im Jahre 1862.
Der Gründer des Museums in Waren (Müritz) Hermann von Maltzahn ließ einen Wassergraben vom Janker See in Richtung Rederangsee graben und verlor dabei sein Vermögen. Advokat Heinrich Friedrich Krull erwirbt 1880 das Gutshaus Federow, dass bereits 1885 in den Besitz des „Großherzoglichen Ministerium des Inneren“ wechselt, sowie Nebenstation für das „Landarbeiterhaus“ zu Güstrow wird.
Dr. Ing.h.c. Kurt Hermann, Industrie- und Wirtschaftsmanager, der Erbauer des Jagdschlosses Speck 1936, erwirbt 1926 das Gutshaus als Sommerbesitz und Jagdschlösschen.
Nach 1945 (Zusammenbruch des deutschen Reiches) wurden im Osten Deutschlands alle Schlösser und Herrenhäuser enteignet. Hier in Federow wurden Umsiedler aus Ostpreußen im Gutshaus untergebracht.
Auch der „KONSUM“ war zeitweise als Verkaufsorganisation für Waren des täglichen Bedarfs in diesen historischen Mauern heimisch. In den darauf folgenden 10 bis 20 Jahren aber fand kein Herr  oder Philosoph, dass dieses Gemäuer zu neuem Leben, zu neuer Herrschaft zu erwecken sei.. Dieses Ambiente, ein derart illustres Idyll, der Born der Waldeslust schlummert dem Verfall entgegen.

Ein Philosoph der Leidenschaft, Mut, Ideen, Geld und geschickte Taten zu bewegen, ein solches Haus mit neuen Herren zu beleben, entschloss sich an der Schwelle des Millenniums 1999 Rene Julitz, der einst als Kind hier aufgewachsen, zusammen mit seiner Lebensgefährtin Andrea Meinhardt und deren Eltern, Klaus und Wilma, zu „gediegener Gastronomie verbunden mit historischem Ambiente“ am Hofsee „Diana“ zu entdecken.

Im Februar 2009 wurde das Gutshaus Federow neu verpachtet.
Betreiberin ist jetzt Simone Rattmann, die vorher 11 Jahre lang das Gartenrestaurant Gutshausgarten in Klink, Am Alten Gutshaus Klink, bewirtschaftet hat.
Nach 8 Wochen Renovierung wurde das Gutshaus Federow Ostern 2009 wiedereröffnet. Im Mai 2009 wurde das Gartenrestaurant „Gutshausgarten“ fertiggestellt.
Von der Terrasse aus kann man in aller Ruhe die Fisch und Seeadler über den Hofsee kreisen sehen.

Aktualisiert ( Freitag, den 17. Juli 2009 um 17:23 Uhr )